Interview mit Yvonne van Vlerken zum SPEEDMAN
30.06.2011
Die 2. des SPEEDMAN München, Yvonne van Vlerken (NL) zum Rennen im Olympiastadion:
fwS: Yvonne, hast du dich im Training speziell auf den SPEEDMAN vorbereitet?
YvV: Das Rennen war ja erst in Mai geplant, da hatte ich dann schon ein paar Einheiten spezifisch für den Speedman gemacht. Weil der neue Termin in die direkte Vorbereitung für die Frankfurter Sparkasse Ironman European Champinship fiel, musste ich auf spezifischeres Training verzichten. Die Einheiten die man braucht für ein gutes Rennen bei dem Speedman schauen total anders aus, wie mein Training für den Ironman. Das war nun einfach so, aber glücklicherweise habe ich von Haus aus ziemlich etwas an Speed mitbekommen und somit ist es sehr gut gegangen!
fwS: Was würdest du für einen Start im nächsten Jahr in der Vorbereitung anders machen?
YvV: Ich hätte gerne genauer und spezieller für den Speedman trainiert. Ich hoffe der Termin für nächstes Jahr passt besser in meinen Kalender und die Vorbereitungen laufen ruhiger ab. Dann gibt es Chancen, daß ich wieder dabei bin und ich meine Vorbereitung auch dann wesentlich spezifischer absolvieren kann.
fwS: Wie fühlt sich der SPEEDMAN mit drei Läufen an, ist man im Finale bereits richtig kaputt oder hat man sich die Kräfte ökonomisch eingeteilt?
YvV: Das ist für jeden unterschiedlich. Ich habe mir meine Kräfte schön einteilen können und habe das, so denke ich, für das erste Mal gut hinbekommen. Wenn du gewohnt bist Rennen über 4 bis 9 Stunden zu machen, sind solch kurzen Distanzen nicht so anstrengend wie die Längeren. Zwisschen den drei Läufen soll man versuchen sich so gut wie möglich zu erholen. Wenn du das richtig machst, hast du im Finale auch noch etwas zu melden :-).
fwS: Ist der Rennmodus für dich aus Athletensicht spannend und macht SPEEDMAN racing Spaß?
YvV: Mir hat es einfach nur Spaß gemacht, wenn ich ganz ehrlich bin, sogar extrem viel Spaß. Die Distanzen sind perfekt, ich habe schon Empfehlungen gesehen Radfahren und Laufen zu kürzen, aber dann wird es für die Langdistanzler, auf jeden Fall für mich, eher uninteressant. So ist es ausgeglichen und meist wird es beim Wechsel oder beim Laufen entschieden was alles spannend macht. Ich mache jetzt 11 Jahre Triathlon/Duathlon und der Speedman war für mich eine ganz tolle Erfahrung. Die Schnelligkeit liegt mir schon, die Rennen waren total spannend und du hast mit solchen kurzen Distanzen auch überhaupt keine Zeit für mentale ?Leidereien?, auch die Schmerzen dauern nur ganz kurz ;-). Ich hab vorher nicht gedacht, dass ich mich so wohl fühlen werde. Bei mir hat es den Appetit angeregt öfters kürzere Distanzen zu machen. Ist jetzt nur schade, dass ich ein ganzes Jahr warten muss bis der Speedman wieder stattfindet :-(
fwS: Wie lange wirst du zur Regeneration benötigen?....
YvV: Ich war am Sonntag nach dem Rennen schon wieder mit meinem Kopf beim 24.Juli, ich habe also eine lange lockere 4 Stunden-Radfahrt gemacht, weil das Training bei mir gleich wieder weitergegangen ist. Ich hatte keinen Muskelkater und war nur am Montag ein bisschen müde. Das ist das schöne an solchen kurzen Distanzen, im Gegensatz zum Ironman wo du sehr, sehr lange brauchst bist du wieder erholt bist. Du kannst nach einer Kurz-Distanz sofort wieder weitermachen. Problemen wie das mit dem Stiegenlaufen gibt es auch nicht hahaha....
Nach so vielen Jahren in diesem Sport, erholt mein Körper ziemlich schnell, ich habe also nicht viel Zeit zur Regeneration gebraucht!
fwS: Danke Yvonne für die Antworten und soviel sei schon mal gesagt, ein ganzes Jahr musst Du nicht auf den nächsten SPEEDMAN warten ....

